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Die Software, mit der wir arbeiten

Unsere selbst entwickelte Riskfree Engine ist das Werkzeug, das wir täglich benützen. Zwei Features erklären, warum unsere Projekte anders verlaufen als üblich: Ihr Fachbereich sieht die Wirkung jeder Entscheidung sofort, und die Dokumentation entsteht während der Entwicklung statt danach.

Entscheidungen im Termin, nicht in der Iteration

Klassenbildung und Variablenauswahl werden in Echtzeit gemeinsam mit Ihnen erarbeitet. Wenn Ihr Fachbereich zwei Klassen zusammenlegen oder eine Variable anders schneiden will, sehen Sie die Wirkung sofort in allen Analysen.

Das ersetzt die übliche Abfolge aus Vorlage, Rückmeldung und überarbeiteter Vorlage. Fachliche Einwände treffen nicht mehr auf ein fertiges Modell.

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Warum das methodisch sauber bleibt

Interaktive Eingriffe in die Klassenbildung sind überwachte Diskretisierung. Werden sie auf denselben Daten vorgenommen, auf denen anschließend die Güte gemessen wird, ist das Ergebnis systematisch zu optimistisch.

Deshalb erfolgen alle Eingriffe ausschließlich auf der Trainingsstichprobe. Bewertet wird auf zurückgehaltenen Daten, und jede Zusammenlegung wird mit ihrer Wirkung out-of-sample ausgewiesen. Was der Fachbereich entscheidet, ist damit nicht nur dokumentiert, sondern in seiner Wirkung messbar.

Verworfene Alternativen bleiben sichtbar

Jede geprüfte Modellvariante wird mit ihrer Spezifikation und ihrer Performance festgehalten. Die Frage, warum dieses Modell gewählt wurde und nicht ein anderes, ist damit aus den Unterlagen zu beantworten und nicht aus der Erinnerung.

In Validierungsberichten gehört das zu den häufigen Feststellungen: Alternativen wurden geprüft, sind aber selten dokumentiert.

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Alle Entscheidungen werden in Echtzeit dokumentiert

Jede Entscheidung wird mit Zeitpunkt, Urheber und Wirkung auf zurückgehaltenen Daten festgehalten: welche Klassen zusammengelegt, welche Variable aufgenommen, welche Restriktion gesetzt wurde und wie sich die Kennzahlen dadurch verändert haben. Daraus entsteht ein Bericht, den Ihre Modellierung übernimmt und um die fachliche Begründung ergänzt.

Die Begründung schreibt weiterhin ein Mensch. Das Werkzeug stellt sicher, dass nichts vergessen und nichts nachträglich erfunden wird.

Was Sie bekommen

Das ausgelieferte Modell ist eine additive Scorekarte: Klassengrenzen und Punktwerte je Merkmal, Achsenabschnitt und Kalibrierung auf die Ausfallwahrscheinlichkeit. Für Betrieb und Scoring wird weder unsere Software noch ein besonderes Verfahren benötigt.

Die Dokumentation enthält die vollständige Herleitung dieser Punktwerte: Modellgleichung, Schätzverfahren und je Merkmalsklasse Belegung, Ausfallzahl, rohen und geschrumpften Wert. Insgesamt bekommen Sie ein Modell, welches man gegenüber Validation, Audit und Aufsicht verteidigen kann.

Unsere Software ist unser Entwicklungswerkzeug und nicht Bestandteil der Lieferung. Für Betrieb, Validierung und Nachvollzug des Modells wird sie nicht benötigt.

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